Notgroschen – wie hoch sollte er sein

Schon im 16. Jahrhundert wurde der Begriff „Groschen“ geboren und galt einer Münze. Aus diesem Begriff wurde dann bis heute der Ausdruck „Notgroschen“ geboten, den wir nutzen, um eine Reserve finanzieller Art zu bezeichnen.

Notgroschen was ist das eigentlich?

Als Notgroschen bezeichnet man die sogenannte „eiserne Reserve“ finanzieller Art. Die Groschen-Münze aus dem 16. Jahrhundert ist das Vorbild für diesen Begriff. In den Zeiten, in denen man in Not gerät, sollte man immer einen Notgroschen zur Verfügung haben. Das ist ein Geldbetrag, den man selbst bestimmt und den man sich erspart hat. Es wird also Geld gehortet für eine Zeit, in der man es plötzlich zur Verfügung haben muss. Entweder legt man sich in einem Safe zu Hause etwas Geld zurück, sprich man kann auch Bargeld nutzen, oder man hat den Notgroschen auf dem Anlagenkonto bzw. dem Tagesgeldkonto. Geld, das nicht für den klassischen Vermögensaufbau da ist, das reserviert ist, wird so bezeichnet. Wenn kein Guthaben mehr vorhanden ist, dann zählt der Notgroschen, die eiserne Reserve. So können Alltagsanschaffungen, Schulden, Rechnungen, die plötzlich auftauchen, schnell bezahlt werden.

Gründe, weshalb man einen Notgroschen besitzen sollte!

Es gibt viele Gründe, weshalb der Notgroschen wichtig ist. Dafür spricht, dass es immer sein kann, dass unvorhergesehene Ausgaben auftreten. Hier ist eine Rücklage wichtig, damit man alles bezahlen kann. Das kann ein kaputtes Haushaltsgerät, wie beispielsweise die Waschmaschine sein, oder auch der Fernseher. Die gewisse Reserve ist gerade für einen Geringverdiener unerlässlich. Leute, die Kinder und eine Familie haben, sollten zudem unbedingt einen Notgroschen besitzen. Der Single ebenfalls, denn auch hier können unvorhergesehene Gelder fließen müssen.

Die Höhe des Notgroschens

Notgroschen - wie hoch hängt von den Ausgaben ab

Notgroschen – wie hoch hängt von den Ausgaben ab

Allgemein hängt die Höhe des Notgroschens immer von den Ausgaben, dem Einkommen der Person bzw. dem Gehalt oder auch den individuellen Zahlungsverpflichtungen ab. Gerade wer in Immobilien investiert ist, muss eine Rücklage haben, denn es kann schnell zu Renovierungs- oder Reparatur-Arbeiten kommen, die man nicht eingeplant hat. Auch Leute, die Kinder haben, wissen, dass unvorhergesehene Kosten schnell Realität werden. Hier muss man den Notgroschen auch immer einmal wieder anpassen oder erhöhen. Je nachdem, wie viel man verdient und wie die individuelle Ausgabensituation ist, gibt es hier Regeln zu beachten.

Für Leute mit höherem Einkommen gilt, dass auch sie einen größeren Notgroschen brauchen. Wer mehrere Mitglieder im Haushalt hat, der hat auch schnell ungeplante Ausgaben, daher sollten Familien mit mehreren Familienmitgliedern auch eine höhere Reserve parat haben. Menschen mit einem Eigenheim müssen eher eine Rücklage bilden, als Leute, die in Miete wohnen. Der Vermieter übernimmt in der Regel die Reparaturkosten und ein Eigentümer muss selbst für alles aufkommen.

Die Höhe an das Einkommenanpassen

Wer mehr verdient, muss auch mehr als eiserne Reserve haben. Wichtig ist dabei immer, dass das Kriterium der Sicherheit und Verfügbarkeit beim Notgroschen beachtet wird. Es ist bei der Wahl des jeweiligen Anlageproduktes entscheidend, auf diese beiden Attribute (sicher und schnell verfügbar) zu achten. Nur so lohnt sich der Notgroschen. Kurse, die schwanken und Wertschwankungen sind ungünstig und eignen sich nicht für die Anlage eines Notgroschens. Im Notfall muss der Notgroschen sofort verfügbar sein und parat liegen. Im Notfall muss man zahlungsfähig bleiben. Daher sind solche Anlagen, wie Aktien oder Fonds, hierfür ungeeignet.

Bei unbeplanten Ausgaben kann man meistens die Kosten nicht aufschieben. Hier ist die sofortige Verfügbarkeit im Bedarfsfall unerlässlich. Das Geld muss parat liegen und auf Kündigungsfristen oder lange Wartezeiten kann keine Rücksicht genommen werden. Die Anlagenform muss liquide sein und die eiserne Reserve wird sofort gebraucht.

Unerwartete Ereignisse, die man mit einem Notgroschen decken können muss!

Mit einem Notgroschen muss man immer sofortige Zahlungen decken können. Jeder kann jederzeit in eine finanzielle Notlage kommen und daher ist es wichtig, den Notgroschen auf der hohen Kante zu haben. Er sollte auch in ausreichender Höhe bestehen und das ist individuell vom Einkommen abhängig. Man darf nicht aus der Bahn geworfen werden durch plötzliche Rechnungen. Eine neue Waschmaschine oder ein neuer Trockner können ungewöhnliche hohe Kosten verursachen. Der kaputte PC, der Fernseher, der von heute auf morgen defekt ist oder auch der Laptop, der für die Arbeit im Homeoffice gebraucht wird, sind Kosten, die plötzlich ein Loch in die Kasse reißen können. Ob neues Fahrrad für den Arbeitsweg oder Autoreparatur, Motorradreparatur bzw. Rasenmäher-Neukauf: Der Notgroschen ist unentbehrlich und auch das Zahnimplantat kann so schnell überwiesen werden.

Wichtig: Notgroschen fürs Tagesgeldkonto bzw. Girokonto

Wichtig ist es, dass die sofortige Verfügbarkeit garantiert ist. Das ist nur möglich, wenn man den Notgroschen auf dem Girokonto, dem Tagesgeldkonto oder einer anderen sofort verfügbaren Anlageform liegen hat. Auch ein Sparkonto oder ein Sparbuch wäre eine Option. Schnell muss man auf das Geld zugreifen können. Die Unterkonten, wie ein Tagesgeldkonto, sind besonders praktisch, da man hier nicht in Versuchung kommt, das Geld vorab schon anzupacken. Der sofortige Zugriff ermöglicht eine schnelle Bezahlung der wichtigen Kosten. Der Dispokredit muss so nicht mehr angepackt werden und man spart langfristig auch an den Dispozinsen.

Wie ist es mit dem Ansparen eines Notgroschens?

Das Ansparen ist sehr wichtig und je nach finanzieller Situation kann man mehr oder weniger zurücklegen. Hilfreich sind hier Sparpläne der Bank, die oftmals sehr interessant sind. Auch die Möglichkeit, sich selbst einen Dauerauftrag einzurichten, besteht. Hier richtet man sich in Zyklen einen Auftrag ein und dieser wird dann monatlich beispielsweise abgebucht in der gewünschten Höhe. Auch ein Haushaltsbuch kann helfen, bei dem man die Kostenfresser einträgt und im Voraus schon weiß, was auf einen zukommt. Dieses Haushaltsbuch kann man klassisch führen oder auch online mit einem Kalkulator. Wer eine Steuerrückzahlung erhält, kann diese als eiserne Reserve zurücklegen und auch Weihnachtsgeld, Geldgeschenke oder andere Einkommen sind hier hilfreich, um die Höhe der Reserve anzupassen.

Wichtig ist eine risikofreie Anlage, denn Zinsen, Risiken und Wartezeiten sind ungünstig. Das Geld muss sofort zur Verfügung stehen und der Notgroschen muss in der richtigen Höhe vorhanden sein. Das Sparkonto, das Sparbuch, die zurückgelegte Gehaltserhöhung oder mehr können die Rettung sein, wenn man beispielsweise verschuldet einen Unfall hatte und nun die Kosten für die Reparatur des anderen Autos zahlen muss.

Fazit –  wie hoch und wofür

Ob Waschmaschine, Autoreparatur oder Rasenmäher, Trockner oder neuer Computer, Reparaturen oder Anschaffungen: Der Notgroschen ist unentbehrlich in einer Haushaltskasse.

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