Trockenbau Werkzeug – was wird für den Trockenbau benötigt

Bei Trockenbau handelt es sich um die Herstellung nicht tragender und raumbegrenzter Bauteile, die durch das Zusammenfügen gefertigter Halbzeuge entsteht. Durch Stecken, Schrauben, Kleben oder Nageln werden plattenförmige Bauteile miteinander verbunden. Es werden hierfür keine wasserhaltigen Baustoffe wie Beton, Lehm, Putz und Mörtel benötigt. Der Trockenbau hat somit keine Ähnlichkeiten mit dem Mauerwerksbau, Lehmbau oder Betonbau. Es handelt sich nämlich hier um eine Leichtbauweise, wie auch Montagebauweise. Der Trockenbau ermöglicht es, bauphysikalischen Anforderungen im Wärme-, Schall-, Kälte-, Feuchte-, Strahlen-, und Brandschutz gerecht. Schon die ersten Steinbauten der Menschen wurden mit Trockenbauten errichtet, denn sie waren schneller zu errichten als andere Werke aus Mauern oder Ziegelsteinen. Man wendet den Trockenbau für Böden, Decken und Wänden an, die trocken montiert werden. Trennwände, Rabitz, Stuck und Decken aus Mauerwerk, wie auch Holzkonstruktionen gehören nicht zum Trockenbau. Natursteine gehören ebenfalls nicht zum Trockenbau, weil es sich hier um keine Leichtbauweise handelt.

Folgende Bauleistungen sind enthalten:

  • Auffüllungen, Schüttungen und Dämmungen
  • Strahlenschutzverkleidung und Dampfsperren
  • Leichte Trennwände
  • Unterdecken und abgehängte Decken
  • Unterböden, Doppelböden, Platten und Bekleidungen
  • Unterkonstruktionen, Folien, Vorsatzschalen und Pappen

Welche Werkzeuge benötigt man für den Trockenbau?

Es gibt viele Werkzeuge, die für den Trockenbau sehr praktisch sein können. Hier ist nun eine kleine Liste, die bei der Arbeit sehr hilfreich wäre:

  • Der Akkuschrauber
  • Die Cuttermesser Handstichsäge
  • Die Trockenbauschrauben
  • Die Schnellspannstütze
  • Einen guten Staubsauger
  • Eine Laser Wasserwaage in groß und klein
  • Bits für den Akkuschrauber
  • Gips Spachtelmasse
  • Spachteln, Glasfaserband und Gipstopf
  • Handschleifer mit Gitter Aufsatz
  • Trockenbauschrauber
  • Magazinschrauber mit Magazinschrauben
  • Crimperzange für Ständerwerke
  • Blechschere zum Zuschneiden
  • Trockenbauschleifer mit Staubmaske
  • Lochband
  • Lochsägen und Bohraufsätze
  • Armierungsgewerbe
  • Malervlies
  • Kantenschutz mit Kantenhobel
  • Montage Handschuhe
  • Multitool
  • Bauradio (gut nicht zwingend, sorgt aber für bessere Laune bei der Arbeit)
  • Fugenband

Wofür braucht man die einzelnen Werkzeuge?

Jedes Werkezeug wurde zu einem bestimmten Zweck entwickelt und soll helfen bei Trockenbauten eine Stütze zu sein, um besser mit der jeweiligen Arbeit voranzukommen.

Der Akkuschrauber:

Im Trockenbau braucht man mehrere Akkuschrauber, da das Aufladen viel Zeit kostet und man ständig den Akkuschrauber benutzen muss. Je höher die Drehzahl ist desto leichter können Schraubenspitzen in das Metallprofil eindringen. Akkuschrauber werden meistens für den Innenausbau genutzt. Es können Gipsplatten befestigt werden mit einem einstellbaren Tiefenanschlag.

Cuttermesser Handstichsäge:

Diese Handstichsäge wird man für den Platten Zuschnitt brauchen. Sie eignet sich auch besonders gut zum Bohren von Löchern. Die Spitzen sind sehr scharf und zum Durchsägen braucht man nicht einmal ein Startloch. Durch diese scharfen Spitze wird sehr mühelos und sauber gesägt. Eine Stahlklinge verhindert, dass die Säge in der Wand steckenbleibt. Der Griff ist weicht und gummiert für eine bessere Kontrolle und gutes Handling.

Trockenbauschrauben:

Man sollte Trockenbauschrauben unbedingt immer auf Vorrat haben, denn oft braucht man mehr Schrauben als geplant. Da sollte man darauf achten, welches Gewinde, welche Länge und ob man einen mit oder ohne Bohrkopf braucht.

Schnellspannstütze:

Die Schnellspannstützen eignen sich bestens dazu, Gipskartons und Platten zu fixieren. So spart man sich eine Menge Mühe. Diese sind nur geeignet für kleine Flächen. Wenn man größere Flächen bearbeiten muss, sollte man lieber auf einen Paneel Heber zurückgreifen.

Staubsauger:

Ein Staubsauger stellt auf der Baustelle das A und O dar, denn man braucht zum Arbeiten saubere Flächen. Deshalb wäre es empfehlenswert, einen guten Industriestaubsauger zu besorgen. Die Saugkraft ist dann höher und kann sogar hartnäckigen Schmutz entfernen.

Laser Wasserwaage:

Eine Laser Wasserwaage ist ein Messwerkzeug, dass im Trockenbau genutzt werden muss. Eine große Wasserwaage lohnt sich, wenn man einen Zuschnitt bei Platten machen möchte. Die kleine Wasserwaage eignet sich für jene Stellen, bei denen man die große Wasserwaage nicht benutzen kann. Mit einer Laser Wasserwaage kann man einen besonders geraden Strich an die Wand bekommen.

Bits für den Akkuschrauber:

Bits gehen oft sehr schnell kaputt, deshalb braucht man immer einen großen Vorrat. Es ist wichtig Bits zu kaufen, die eine hohe Qualität haben. Diese halten dann auch länger und man muss sich weniger herum ärgern. Meistens bestehen sie aus Chrom und haben dadurch eine längere Lebensdauer.

Gips Spachtelmasse:

Spachtelmasse braucht man, um Fugen zu verspachteln. Einen Gipstopf benötigt man, um Gips anzusetzen und ein Glasfaserband lohnt sich bei der Arbeit mit Fugen. Gips sollte man in einen Eimer leeren, da er dort schnell austrocknen würde. Spachtelmassen sind universal und eigen sich zum Füllen von Löchern. Die Anwendung ist einfach, da die Spachtelmasse sofort gebrauchsfertig ist und schnell trocknet. Ansonsten ist der Stoff feuchtigkeitsbeständig und wasserfest.

Handschleifer:

Die Fugen müssen nach dem verputzen geschliffen werden, damit das Gesamtbild einfach besser aussieht. Für kleine Flächen benutzt man einen Handschleifer mit Schleifgitter, aber auch auf großen Flächen kann man damit arbeiten. Es ist wichtig beim Schleifen eine Staubmaske zu tragen.

Trockenbauschrauber:

Einen Trockenbauschrauber kann man ein einer Steckdose anschließen, sodass hier nicht auf einen Akku angewiesen ist. Das Gute ist, dass ein Aufsatz automatisch dabei ist, sodass man die Schrauben perfekt versenken kann.

Magazinschrauber:

Mit einem Magazinschrauber geht nicht viel Zeit beim Arbeiten verloren, denn man muss hier nicht jede Schraube einzeln aufsetzen oder festhalten. Die Schrauben sind hier in einem Magazin. Das hat den Vorteil, dass die Schrauben so nicht aus der Hand fallen können. In ein Magazin passen ungefähr 50 Schrauben. Es gibt Magazinschrauber mit einem Kabelanschluss oder mit Akku. Wenn man eine größere Fläche bearbeiten muss, wäre ein Magazinschrauber auf jeden Fall sinnvoll.

Crimperzange:

Mit dieser speziellen Zange kann man Profile verpressen, indem ein Loch durch beide Profile gestanzt wird. Hier hat man den Vorteil, dass keine Schrauben aus dem Profil überstehen werden. Meistens benutzt man die Crimperzange bei Gipskartonplatten und beim Verschrauben.

Blechschere:

Die Blechschere braucht man, um Profile zuzuschneiden. Man sollte eine Blechschere mit einer geraden Schnittkante besorgen, denn es gibt auch Schnittkanten, die nur nach links oder rechts gehen. Die Blechschere ist besonders scharf und erleichtert das Arbeiten.

Trockenbauschleifer:

Manchmal reicht für eine Fläche ein Handschleifer nicht ganz aus, sodass man auf einen Trockenbauschleifer zurückgreifen muss. Oft hat dieser Schleifer einen langen Hals, sodass man auch Decken bearbeiten kann, um die Fugen glatt zu schleifen. Es ist wichtig, hier eine Staubmaske zu tragen.

Lochband:

Das Lochband wird benutzt, um die Profile an der Wand zu verschrauben. Dazu gibt es sogar spezielle Klammern. Man hat hier den Vorteil, dass man mit dem Lochband die erforderliche Länge zuschneiden kann.

Lochsägen:

Lochsägen verwendet man, um runde Löcher in einen Gipskarton zu bohren. Sie hat viele Sägeblätter. Das Gerät ist beliebt aufgrund der Hochleistung, der Langlebigkeit und des Rostschutzes.

Armierungsgewebe:

Das Gewebe wurde entwickelt, um Risse vorzubeugen und benutzten kann man dieses Gewebe für volle Flächen. Das Armierungsgewebe ist geeignet für VWS- und WDVS Systeme. Die Reißfestigkeit ist hoch und alkalibeständig. Das Gewebe wird gerne bei der Wärmedämmung im Fassadenbereich eingesetzt.

Malervlies:

Ein Malervlies sollte auf dem Boden ausgebreitet werden, um den Boden vor Schmutz zu schützen zum Beispiel bei Spachtelarbeiten. Vor der Arbeit legt breitet man den Malervlies einfach auf dem Boden aus und kann dann gedankenlos sich auf die Arbeit stürzen.

Kantenschutz:

Ein Kantenschutz besteht aus Metall oder Kunststoff und stützt Ecken, sowie auch Kanten vor Risse. Hierzu muss man nur das Profil und das Gewebe spachteln. Für diese Arbeit sollte man dann einen Kantenhobel hinzuziehen, um die Kanten für das Verspachteln vorzubereiten.

Multitool:

Ein Multitool ist vielseitig und praktisch auf jeder Baustelle. Man kann ihn einsetzen beim Zuschneiden von Materialien oder auch um irgendwelche Überstände abzuschneiden. Sogar zum Schleifen kann man Multitools anwenden.

Fugenband:

Beim Verspachteln wird das Fugenband über die Fugen gelegt. Das verhindert, dass Risse zwischen den einzelnen Platten entstehen.

Was genau hat es mit Exzenterschleifern auf sich?

Exzenterschleifer eignen sich für alle Schleif- und Polierarbeiten. Vielen Handwerkern, Heimwerkern und Kfz-Mechanikern wurde die Arbeit mit diesem Gerät schon erleichtert. Man kann mit ihm alle möglichen Flächen bearbeiten, sogar Glas, Metall, Holz oder Kunststoff. Die Ergebnisse sind gleichmäßig und werden weder Rillen noch Riefe haben, weil die Bewegungen exzentrisch sind. Der Schleifteller rotiert nämlich in kleinen Kreisbewegungen. Generell haben die Exzenterschleifer einen starken Motor und können die Drehzahl von allein regulieren. Man sollte den Exzenterschleifer aber niemals ohne eine Staubabsaugung nutzten. So wird zum einen die Gesundheit geschützt, sowie auch der Motor langlebiger gemacht. Das Gewicht beträgt weniger als zwei Kilogramm und man hat eine maximale Lautstärke von 90 Dezibel. Man hat einen ergonomischen Griff, sodass ein besserer Halt und reduzierte Vibrationen gewährleistet werden. Zudem gibt es noch einen Zusatzhandgriff, der dafür sorgt, dass man eine bessere Kontrolle über das Gerät hat durch verschiedenen Haltepositionen. Die Drehzahl muss an das Material angepasst werden, denn manche Werkstoffe sind äußerst sensiblel oder dünn, sodass man dann eine schonende Geschwindigkeit benötigt. Hier sind viele Exzenterschleifer im Test.

Was sind die Vorteile eines Exzenterschleifers?

  • Es ist kein Kraftaufwand nötig
  • Man hat verschiedenen Aufsätze und Funktionen für unterschiedliche Einsatzbereiche
  • Es werden gute und schnelle Ergebnisse erhalten.
  • Man erhält ein Schleifbild ohne irgendwelche Unregelmäßigkeiten
  • Ist für die unterschiedlichsten Materialien geeignet.
  • Ist verwendbar für Feinschliffe, Polierarbeiten und Grobschliffe

Nachteile gibt es nicht viele. Bemängeln kann man nur, dass es bezüglich der Qualität oft Unterschiede gibt und man schwer an Kanten und Ecken herankommt.