Weinkeller – mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Pauschal lassen sich die Kosten für einen Weinkeller nicht benennen. Es hängt davon ab, wie der geplante Raum von Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc. her ist und was an Ausstattung gebraucht oder gewünscht wird.

Die richtigen Lagerbedingungen für Wein

Die Temperatur für Rotwein und Weißwein unterscheidet sich beim Lagern nicht groß voneinander. Temperaturunterschiede gibt es erst beim Verzehr der unterschiedlichen Weine. Raumtemperaturen sollten leicht über 10 Grad liegen. Wird der Raum deutlich kühler oder wärmer, auch wenn es nur zeitweise ist, sollte über die Ausstattung mit Weinkühl- oder Klimageräten nachgedacht werden.

Flaschen sollten nicht ganz flach lagern. Ist der Wein dauerhaft mit dem Korken in Kontakt, kann es zu Reaktionen kommen, die den Geschmack des Weines beeinflussen und ihn im schlimmsten Fall sogar verderben.

Auch das Licht in der Lagerumgebung spielt eine Rolle. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Fürs Lagern empfiehlt sich daher ein möglichst dunkler Raum oder ein Sonnenschutz mit UV-Filter vor den Fenstern.

Ungeeignete Räume sind kein K.O.-Kriterium

Selbst wenn der geplante Raum nicht die optimalen Bedingungen aufweist, bedeutet dies nicht den Verzicht auf einen Weinkeller. Mit speziellen Ein- und Umbauten lässt sich Wein genauso gut lagern, wie in den alten Gewölbekellern der Weingüter.

Der Einbau Weinkühlschrank mit zwei Zonen wäre ein kleiner und kostengünstiger Anfang, vor allem, wenn es noch keine Sammlung an Weinen gibt und nicht geplant ist, größere Mengen zu bevorraten.

Weinklimaschränke kühlen nicht nur, sie können auch wärmen, was von Vorteil ist, wenn Rotweine beispielsweise direkt aus dem Keller auf den Tisch und somit ins Glas kommen sollen.

Für die Lagerung richtig großer Mengen an Weinen sind Gastrokühlgeräte geeignet. Alternativ lässt sich aber auch der Raum klimatisieren und mit entsprechenden Weinregalen ausstatten.

Info: Weinkühlgeräte haben Liegeflächen mit dem optimalen Winkel, dass der Wein nicht an die Korken kommt und Glastüren sind immer mit einem UV-Filter versehen.

Die Kosten – Anschaffung, Nutzung und Wartung

Die Anschaffungskosten richten sich nach Kühlgerät, Hersteller etc. Hinzu kommen ggf. noch Lieferkosten und die Folgekosten für den Betrieb der Geräte und eventuelle Wartungsarbeiten.

Weinkühlschränke sind wartungsarm. Sie müssen natürlich gepflegt werden, was aber vergleichbar ist mit dem Reinigen des Haushaltskühlschranks. Eigentlich ist es sogar einfacher, weil die Weine ja in verschlossenen Flaschen lagern und sich daher kaum Keime bilden, anders im Kühlschrank in dem Obst und Gemüse oder offene Speisen und Getränke gelagert werden. Kondenswasser bildet sich unter optimalen Betriebsbedingungen auch nicht. Zu Buche schlagen hier also vor allem die Energiekosten. Wer sich erneuerbare Energien zunutze machen kann, die er auch noch selbst erzeugt, hat im Grunde nur den Kauf- und Lieferpreis zu zahlen.

Anders sieht es aus bei Klimaanlagen für Gebäude und einzelne Räume. Diese sollten doch öfter mal gewartet werden, weil die Luft beim Aufenthalt im Weinkeller ja auch eingeatmet wird. Hier entstehen neben den Stromkosten dann ggf. Kosten für einen Fachbetrieb, der die Wartung übernimmt.

Fazit: Ein Weinkeller kostet nicht die Welt, so der Raum vorhanden und halbwegs hierfür nutzbar ist. Den eigentlichen Wert des Weinkellers machen dann die edlen Tropfen aus, die dort gelagert werden.

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